Andere Projekte / Society of Posthuman Experiences

Am 21. Dezember 2012 wird die Sonne erlöschen. Der entstehende Mangel an ultraviolettem Licht auf der Erde wird es für den menschlichen Organismus unmöglich machen das lebenswichtige Vitamin D zu bilden. Lediglich jene 2 Prozent der Menschheit (Gruppe Alpha), die dem Rutilismus (Redheads) angehören, könnten aufgrund einer Variation des Chromosoms 16 diesem Exodus entgehen. Die SOCIETY OF POSTHUMAN EXPERIENCE forscht schon heute nach Methoden, die Standardmasse mittels der Gruppe Alpha genetisch auf diese dunkle Zukunft einzustellen.

Konzept für Performance Installation für die “Letzte Weltausstellung” im Gschwandtener Etablissement. Organisiert von der Atzgerei
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement

Projekt „Jüngstes Licht“

Mit der Sonne verschwindet auf der Erde nicht nur der wichtigste Energielieferant, sondern auch der größte Freudenspender, den die Menschheit besitzt. Menschen der Gruppe Alpha untersuchen in verschiedenen Versuchsanordnungen, das Glück und seinen Zusammenhang zum Licht, sowie seine Auswirkungen auf die Standardmasse, auf Lebewesen der Gattung Alpha und deren Mutationen, sprich Albinos. Eine Maschine nutzt hierfür die letzten Tage des Lichts und erlaubt es auf experimenteller Basis, seine Energie als Glücksträger zu untersuchen und auszuwerten.

Website der letzten Weltausstellung
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement

Der Pfirsich der Erkenntnis ist angeschnitten
Text über die Performance von Ursula Maria Probst

In den von Nicole Weniger gemeinsam mit Vincent Bauer unter ihrem Duo-Branding Wenigerbauer realisierten Projekte “Society of Posthuman Experience” (2012) dringt ebenfalls ein performativer Aspekt ein. Das Projekt, das für “Die letzte Weltausstellung” im Gschwandner Etablissment entwickelt wurde, basiert auf der Thematisierung dessen, wie künstlerisch in einem performativen Prozess mit apokalyptischen Zukunftsszenarien umgegangen werden kann. Das Projekt geht aus von der Gründung der fiktiven Organisation “Society of Posthuman Experience” durch die Forschungen und Untersuchungen durchgeführt werden, die das Überleben der Menschheit nach dem Weltuntergang sichern soll. Im Mittelpunkt der von den beteiligten AkteurInnen umgesetzten Performance, die sich Methoden der Forschung und wissenschaftlichen Recherche bedient, stehen rothaarige Menschen. Da sie so Wenigerbauer im Fall eines Weltuntergangs, der auch einen Verlust des Sonnenlichtes bedeuten würde, durch ihre Pigmentstörung gegenüber anderen Menschen nicht in dem Ausmass auf Sonne angewiesen sind und dadurch eine potentiell höhere Überlebenschance haben könnten. Im als künstlerische Installation aufgebauten Laborraum befanden sich während der Performance als Laborant_Innen rothaarige Menschen. Inhalt der Performance bildeten künstlerisch in Szene gesetzt Experimente zur Thematik Licht und Glück. Die in das Projekt involvierten Performer_Innen übernehmen entsprechend dem Skript bestimmte Rollen. Die Besucher_Innen hatten während der Performance die Gelegenheit ,sich zu involvieren und unter Anweisung der rothaarigen Laborant_Innen sich unter eine speziell für das Projekt gebaute Installation zu begeben um selbst an dem Experimet “Jüngstes Licht” teilzunehmen. Das blaue Getränk das währenddessen getrunken wurde, trug die Bezeichnung Komplementärnektar. “Die SOCIETY OF POSTHUMAN EXPERIENCE forscht schon heute nach Methoden, die Standardmasse mittels der Gruppe Alpha genetisch auf die dunkle Zukunft einzustellen”, lautete dazu ein an den literarischen Stil Michel Houellebecqs denken lassender Slogan. Wie in ihren Soloprojekten entwickelt Nicole Weniger auch in diesem Gemeinschaftsprojekt offene Prozesse für Entfaltungsmöglichkeiten potentiell beteiligter Akteur_Innen.

Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement
Society of Posthuman Experience. Performance/Installation von Wenigerbauer auf der letzten Weltausstellung 2012 im Gschwandtner Etablissement

Society of Posthuman ExperiencePerformance Installation im G'schwandtner Etablissemnt

Performance Projekt mit Nicole Weniger
Fotos & Videos von Kurt Prinz, Alina Paginger, Michael Fellner, Peter Schönhardt, Stefan Göschl